Stories from the road…

Lustiges, Aufregendes, Erschreckendes und Ekliges. Wir plaudern aus dem Nähkästchen.

  Stories from the road…

– Zombie Apokalypse in Baradero

Als wir Anfang Dezember Baradero für unseren Einsatz im Centro de Dia erreichten, war es spät am Abend. Etwa gegen Mitternacht passierten wir den für argentinische Städte typischen Torbogen, der den Namen der Stadt in großen Buchstaben trägt. Für die Nacht sollte eine Wiese am Flussufer genügen. Hierzu sollten wir eine Seitenstraße nehmen, welche an der Stadt vorbei führte. Wir waren bereits sehr verwundert darüber, dass uns aus dem kleinen Dorf Baradero so viele Autos entgegenkamen. Hinter der Stadt lag nur der Fluss, eine Verbindungsstraße zu einer größeren Stadt gab es auch nicht.

Als uns dann aber auf der sonst so verlassenen Seitenstraße hunderte von Autos entgegen kamen, wurde uns doch sehr mulmig. Es waren derart viele Autos, welche allesamt das Stadtgebiet verließen, dass es nur in Schritttempo voran ging. Aus allen kleineren Seitenstraßen kamen weitere und von all diesen wollte keines den Weg in die Stadt einschlagen und es uns gleichtun. Alle fuhren davon und das um Mitternacht. So viele Menschen in den vollbesetzten Autos, dass die ganze Stadt leer gefegt sein müsste.

Für uns war klar – hier muss etwas passiert sein. Vielleicht ein Chemieunfall, eine Bombenwarnung .. oder doch die Zombieapokalypse?

Wir blieben stehen und hielten schnell ein Fahrzeug an. Schnell stellte sich unter erheblichem Schmunzeln des Fahrers heraus, dass es kein Grund zur Sorge gab…

Es konnte ja nun wirklich keiner wissen, dass in dem kleinen Baradero jährlich eines der größten Rockfestivals des Landes stattfindet, welches gerade sein Ende gefunden hatte 😉

– Brückengebühren kann man auch drei Mal zahlen

Es gab einige müßige Strecken auf unserer Reise bisher. Je später es wird, desto dringender die Suche nach einem sicheren Schlafplatz. Mittlerweile haben wir herausgefunden, dass Tankstellen, insbesondere die der Gruppe YPF, hierzu die beste Möglichkeit bieten. Zu diesem Zeitpunkt jedoch dachten wir noch, dass es besser wäre, für manche Nacht einen Campingplatz zu zahlen. Auf dem Weg zu einem solchen – etwa gegen 23:00 Uhr – passierten wir eine große Brücke für die wir Gebühren zahlen mussten.

Nun ja, auf die andere Seite mussten wir ohnehin, also gut – günstig war es nicht.

Am anderen Ende der Brücke haben wir dann die Hauptstraße verlassen um auf eine kleine unbeleuchtet Straße Richtung Campingplatz zu düsen. Nach etwa 15 Minuten Offroad stellte sich heraus, dass der Google Eintrag nicht mehr der aktuellste war. Der Campingplatz war verschlossen. Okay was nun? Auf der anderen Seite der Brücke war doch noch der andere Campingplatz? Egal – wir sind so müde uns rastsuchend, dass wir die Brückengebühren also kurz nach dem ersten Passieren nochmal zahlen. Selbes Spiel sodann von vorne – Offroad Straße, keine Beleuchtung, etwa 10 Minuten später – wir stehen vor einem überfluteten Campingplatz. Der Besitzer weist uns noch nett darauf hin, dass es in diesen Wochen nicht möglich sei, hier zu stehen. Das Ergebnis: Wir passierten die Brücke samt Gebühren also innerhalb einer halben Stunde zum dritten Mal 😉 Ein teurer Spaß zur Freude der Angestellten.

– Versunken im Sand

Unsere glückliche Erkenntnis nach den ersten Wochen, man benötigt nicht unbedingt einen Allrad-Antrieb (4*4). Auch in einem T3 kann man schöne, verlassene Schotterwege fahren und erreicht fast jeden Spot – vielleicht dauert es ein wenig länger.

Was man allerdings beachten sollte – wir lernen dazu – ist die Möglichkeit „zugesandet“ zu werden. In Patagonien ist es sehr windig und der Wind beschert einem jede Menge Sandstürme. Dass diese dann nach 4 Tagen Stillstand in den Dünen dazu führen, dass sich die Reifen einen Weg in den Sand bahnen, wurde uns erst bewusst als das linke Hinterrad nicht mehr so recht aus dem Sand heraus wollte. Wir haben Stroh gesucht, ein Holzbrett und eine Plane unter die Reifen gelegt… letztlich half aber nur der manuelle 4*4 Antrieb mit Hilfe dreier Argentinier. Ein Glück gehört es in diesem Land zum Volkssport Autos zu schieben 😉

        

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