Brasilien – Südliches Pantanal

Besser als eine Reise in den Amazonas?

# Overview

Eigentlich stand Brasilien auf Grund seiner schieren und auf dieser Reise nicht zu bewältigenden Größe gar nicht auf unserer Liste. Nachdem wir aber im Laufe der Zeit mehrfach von dem wunderschönen und abenteuerlichen Pantanal Gebiet gehört haben, konnten wir einfach nicht anders. Lag es doch sogar fast auf dem Weg.

Also los und von Paraguay aus nicht direkt Richtung Bolivien, sondern nach Brasilien. Auf zu wilden Tieren, dem Dschungel und ab in das Land der Caipirinhas 😉

Brasilien ist nicht nur das fünft größte Land der Erde, sondern nimmt auch noch beinahe die Hälfte des gesamten Südamerikanischen Kontinentes ein. Kaum zu glauben…

Wir haben ca. 1 % des Landes bereist und können daher nicht im Geringsten einen Einblick in das Land und die Kultur vermitteln, die Unterschiede dürften hierbei von Bundesstaat zu Bundesstaat schon erheblich sein. Trotzdem wollen wir euch unsere traumhaften Erfahrungen im südlichen Pantanal einfach nicht vorenthalten.

Das Pantanal

Das Pantanal ist das größte Feuchtgebiet der Welt und zählt zum UNESCO Welterbe.

Fast halb so groß wie Deutschland, teilt es sich nochmal in Nord und Süd, wobei etwa ein Drittel in Bolivien und Paraguay liegt.

Das einzigartige Ökosystem, welches bis zu sechs Monate im Jahr fast völlig unter Wasser steht, gilt als eine der artenreichsten Plätze unseres Planten. Es gibt kaum einen Ort, wo sich so viele verschiedene Vögel, Fische, Reptilien und Säugetiere in den Flüssen, Sümpfen und Lagunen tummeln oder durch die Lichtungen, Weiden und Baumgruppen streifen wie in diesem Schwemmland südlich des Amazonas. Alleine diese Tatsache muss einen Richtung Brasilien treiben 😉

Unsere Route

Wir haben die brasilianische Grenze bei den Iguazú Fällen in Ciudad del Este von Paraguay aus kommend passiert. Nach einem lohnenswerten Besuch in Bonito sind wir Richtung Corumba gefahren um etwa 80 km vor der Stadt einen ca. 120 km langen Loop durch das Pantanal Gebiet zu fahren.

Bonito

Bonito ist eine kleine Stadt, kurz vor dem Pantanal, die ihrem Namen alle Ehre macht. Sehenswert ist die Stadt nicht unbedingt selbst, aber die Umgebung. Dabei ist Bonito ein Vorbild für den Ökoturismus. Jeder Ausflug muss über eine Agentur gebucht werden und wird vor Ort von einem Führer begleitet, der darauf achtet, dass sich die Natur diese unfassbare Schönheit erhalten kann. Auch wenn das natürlich seinen Preis hat, finden wir dass das Geld hierfür genau richtig platziert ist.

Wir haben uns für folgende Aktivitäten entschieden, die jeweils bedingungslos zu empfehlen sind:

Schnorcheln im Rio Sucuri

Das Wasser im Rio Sucuri soll eines der klarsten Gewässer der Welt sein, heißt es. Sichtweite bis zu 70 Meter. Ja, sagen wir, das könnte sein und können uns in diesem Moment nichts Schöneres vorstellen.

Nachdem man sich die komplette Schnorchel Ausrüstung  ausgeliehen hat, lässt man sich ca. 3 km einfach nur treiben. Die Strömung trägt einen in dem kristallklaren Wasser vorbei an all den unzähligen Fischen. Hinzu kommt beim Aufblicken das absolute Dschungel-Feeling auf. Mangroven und tausende Lianen schlängeln sich das Flussbett entlang. Dass hier Tage zuvor ein Wasserschwein von einer Anakonda verspeist wurde, versuchen wir zu verdrängen 😉

Wasserfälle

In vielen Gewässern um Bonito haben sich natürliche Lagunen gebildet. Daher gibt es unzählige kleine und große Wasserfälle, die zum Baden einladen. Wir hatten Glück und durften einsam unseren Camping Wasserfall genießen.

Besichtigung einer Höhle

Die bekannteste Höhle ist die Gruta do Lago Azul (Höhle des blauen Sees), für welche auch wir uns entschieden haben.  Nach einem etwas mühsamen Abstieg offenbart sich unten ein kleiner See mit glasklarem Wasser. Je nach Lichteinfall zeigt sich die Lagune dann in strahlendem Blau.

Aras beobachten

Im Buraco das Araras (Loch der Aras), einem riesigen Krater, leben zahlreiche der seltenen Papageien. Sie sitzen in ihren Nistplätzen an der Steilwand oder fliegen zu den umliegenden Bäumen. Wusstet ihr, dass Aras ihr ganzes Leben lang mit ein und demselben Partner verbringen? Eine tolle Erfahrung…

Pantanal-Loop

Die 120 km im Pantanal waren überwältigend. Nie zuvor  in unserem Leben haben wir so viele außergewöhnliche Tiere gesehen, hinzu kommt das tropische Klima und die unglaubliche Schönheit der Natur. Gewaltig! Sicherlich haben wir über 30 marode Brücken überquert und dabei mehrere hundert Kaimane unter uns beobachten können. Rechts und links wurden wir begleitet von Vogelarten, so bunt wie ein Regebogen. Eine Pflanzenwelt wie man sie sich nur im brasilianischen Regenwald erträumen kann. Die tausenden Moskitos waren dann beim Anblick des Jaguars der vor unserer Nase die Straße überquert hat, auch sofort vergessen. Ihre Stiche in wenigen Sekunden verziehen.

Langsam bahnte er sich den Weg durch das Dickicht des Dschungels und legte erst dann an Geschwindigkeit zu, als auch Mayra auf ihn aufmerksam wurde und den König des Dschungels ganz furchtlos anbellte. Welcher Hund kann das schon von sich behaupten. Bis heute liegt der Pantanal in wundervoller Erinnerung und wir würden hier sofort wieder her kommen, um noch mehr zu erkunden!

Zum Beispiel die Transpantaneira…

Die bekannte Transpantaneira ist eine aufgeschüttete Straße, die 145 Kilometer in den Pantanal führt. Sie beinhaltet 127 größere und kleinere Holzbrücken, die oftmals in einem abenteuerlichen Zustand sind und regelmäßig geflickt werden müssen.

Als kleiner Tipp noch die beste Reisezeit: 

Von Ende Mai bis September läuft das Wasser langsam ab, und es bleiben nur noch Tümpel übrig, die man gut überqueren kann.

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