Hilando Sueños „Träume spinnen“

Unterstützt die Kinder aus einem Armenviertel Boliviens

Unseren Einsatz in der Fundación und das Team vor Ort werden wir so schnell nicht vergessen. Wir haben nach nur zwei Wochen unser bisheriges Lieblingsprojekt verlassen und viele Eindrücke mitgenommen, die uns verändern werden.

Die Fundación

Die Einrichtung befindet sich in dem Armenviertel der Stadt Cochabamba, auf 2.600 Metern in den Voranden. Im Zentrum werden ca. 54 Kinder aus der Nachbarschaft vor der Schule, die hier für die Kleinen erst um 13:30 Uhr beginnt, betreut. Die Kinder (6-10 Jahre) bekommen gegen 9.00 Uhr ein Frühstück, welches gemeinsam im jeweiligen Raum gegessen wird. Insgesamt gibt es drei nach dem Alter sortierte „Klassenzimmer“. Nach dem Zähneputzen werden gemeinsam  Hausaufgaben gemacht und dann darf gespielt werden. Gegen 12:00 Uhr gibt es dann ein reichhaltiges Mittagessen im Hof, bevor es mit geflochtenen Haaren und polierten Schuhen in die Schule geht.

Bei der Arbeit mit den Kindern merkt man schnell, dass es hier an Vielem mangelt. Die meisten Familien in diesem Viertel haben kein fließendes Wasser. Die Umgebung ist geprägt von maroden Häusern, wilden Straßenhunden und sehr viel Müll. Die Eltern der Kleinen haben meist mit der Sorge zu kämpfen, den Kindern und der Familie das Überleben zu sichern. Um eine pädagogisch sinnvolle Kindererziehung kann sich hier niemand kümmern. Das merkt man schnell. Viele der Kinder haben ein geringes Selbstwertgefühl oder Schwierigkeiten beim Lernen. Es ist oft sehr mühsam, die Kinder bei Konzentration zu halten.

Für die Eltern aber zählen andere Dinge. Die Kinder sind meist zusätzliche Arbeitskräfte und können bereits bei einfachen Arbeiten unterstützen. Daher verbringen viele der Kinder ihre Ferien auch auf den umliegenden Kokaplantagen.

Kaum vorstellbar, oder? Aber nachvollziehbar, wenn es um das Überleben geht. Hinzu kommt, dass Kinderarbeit in Bolivien ab 10 Jahren sogar erlaubt ist.

Eines Montags kam eines der Mädchen mit Kältebläschen auf den Wangen in die Einrichtung. Die entstehen auf der empfindlichen Kinderhaut schnell, wenn es auf den Felden so kalt ist, erklärt uns die Leiterin Delina.

Viele solcher Geschichten erleben die Mitarbeiter tagtäglich. Wo es möglich ist, werden aufklärende Gespräche mit den Eltern geführt. Über Gewalt und das Kindsein. Nicht immer mit Erfolg.

Für uns Europäer ist das Gesehene kaum zu verarbeiten.

Wir haben bereits so viel auf der Reise gelernt, über Reichtum und Armut, über den Kampf um das Überleben und darüber, dass unsere europäischen Sorgen selten welche sind. Aber das, was wir hier erleben, prägt uns einmal mehr. Auch weil es um eine Kinderseele geht, die bereits so früh die Schattenseite dieses Planeten kennenlernen muss. Die sich zum Geburtstag nichts wünschen können, nicht im eigenen Kinderzimmer neben Kuscheltieren auf einer richtigen Matratze übernachten können und keine Menschen um sich herum haben, die stets um ihr Wohl bemüht sind. Nein, die Kinder sind schon früh auf sich alleine gestellt, viele werden in der Zeit vor der Schule einfach alleine zu Hause gelassen. Ein Junge z.B. wurde immer in der Wohnung eingeschlossen. Erst kurz vor Schulbeginn wurde er dann von der Nachbarin herausgelassen.

Ein warmes Essen gibt es selten und die Hausaufgaben können sie alleine nicht stemmen.  

Die Fundación ist genau deshalb so unfassbar wichtig. Hier werden die Kinder betreut und können Kind sein. Sie bekommen etwas Warmes zu essen, haben eine Struktur und lernen hygienische Grundregeln. Denn auch das ist nicht selbstverständlich.

Jeder Tag, den wir unterstützen durften, war ein so sinnvoller! Nicht zuletzt wegen Delina und ihren Mitarbeiterinnen. Wir sind so herzlich von allen empfangen worden, dass wir uns keine Sekunde als Neulinge gefühlt haben. Wir wurden sofort eingebunden und konnten ganz viel helfen.

Am Ende unseres Einsatzes wollten uns die Kinder kaum gehen lassen und haben an unserem letzten Tag sogar eine kleine Party für uns organisiert.

Während unseres gesamten Aufenthaltes waren wir fasziniert davon, wie diese kleinen Wesen es schaffen, mit so einem harten Leben umzugehen.

Und das Schönste….. An unserem letzten Tag durften wir von den gespendeten 315 Euro Spiel- und Lernsachen kaufen 😉

Spenden

Die Einrichtung lebt von einem Minimum. Delina und ihre Kollegen können die Arbeit oft nur dank der zusätzlichen Unterstützung der Freiwilligen meistern, die von der Missionszentrale der Franziskaner gesendet werden. Eigentlich benötigen sie mehr Unterstützung. Die Missionszentrale kommt auch für das Essen der Kinder auf und unterstützt hier liebevoll.

Es mangelt aber an finanziellen Möglichkeiten, Lernmaterialien zu kaufen. Auch die Hygieneprodukte wie Shampoo, Zahnbürsten und Seife müssen finanziert werden. Es gibt auch keine Möglichkeit, den Kindern einmal etwas zu ermöglichen, wie Ausflüge etc.

Jede Unterstützung ist vor Ort willkommen und absolut sinnvoll eingesetzt.

Wer also Lust bekommen hat, die  Fundación zu unterstützen, darf sich jederzeit bei uns melden 😉

Wir gestalten alle Spenden total transparent und würden diese erst einmal über die Missionszentrale abwickeln, samt Spendenbescheinigung.

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